Die Fledermaus (halbszenisch)

Die Operette – Die Fledermaus (halbszenisch)

Die Handlung

1. Akt: Verwirrung der GefühleFledermaus

Im Hause Gabriel von Eisensteins ist der Ausnahmezustand ausgebrochen: Der längst verschollen geglaubte, voreheliche Verehrer seiner Frau Rosalinde zieht alle Register seiner Stimm- und Verführungskunst, die ihm als Tenor zur Verfügung stehen.

Adele, Stubenmädchen mit Stubenmädchenschicksal, ist außer sich: Endlich bietet sich eine Gelegenheit, ihrem Dienstbotenalltag zu entrinnen. Sie hat einen Brief mit einer Einladung zu dem Fest beim Prinzen Orlofsky am selben Abend erhalten. Aber wie kann sie Ausgang bekommen? Sie muss strategisch vorgehen und lässt ihre arme alte Tante für ein paar Stunden todsterbenskrank werden.

Zornentbrannt kommt Gabriel von Eisenstein von einer Gerichtsverhandlung nach Hause, in der er wegen Beamtenbeleidigung für schuldig befunden wurde. Er muss acht Tage hinter Gittern verbringen. Während Rosalinde meint, er trete bereits am selben Abend die Gefängnisstrafe an, bleibt Eisenstein die Gnadenfrist einer durchzechten Ballnacht beim Prinzen Orlofsky bis zum Antritt der Strafe am nächsten Morgen.

Und die verlassene Ehefrau? Rosalinde kann nun endlich in aller Ruhe ihren Tenor erhören. Doch das Techtelmechtel findet ein jähes Ende: Gefängnisdirektor Frank vollzieht persönlich seine letzte Amtshandlung, bevor auch er auf das Fest des Prinzen Orlofsky geht. Er inhaftiert Alfred im Glauben, es handele sich um Gabriel von Eisenstein. Der Verhaftete übernimmt stellvertretend die Rolle des Ehemanns um die Ehre Rosalindes nicht zu gefährden und wird von Frank ins Gefängnis abgeführt.

2. Akt: Die Rache einer Fledermaus

Prinz Orlofsky lässt sich einen Spaß, über den er endlich einmal wieder lachen kann, etwas kosten – alles langweilt ihn. Deshalb inszeniert Falke für ihn eine Komödie, deren handelnde Personen er selber zu dem Fest eingeladen hat, ohne dass diese von ihrer Rolle wissen. Der Name des Stückes? „Die Rache einer Fledermaus“, mit der sich Falke für eine durch Eisenstein erlittene Blamage rächen will.

Eisenstein tritt als „Marquis Renard“ auf und Adele wird als die junge Künstlerin Olga vorgestellt. Eisensteins Verdacht, sie sei ein Stubenmädel, weist sie zurück. Gefängnisdirektor Frank wird als „Chevalier Chagrin“ in die Gesellschaft eingeführt. Rosalinde erscheint auf die Mitteilung Falkes, ihr Mann amüsiere sich auf dem Feste, statt im Arreste zu schmachten, in Verkleidung einer ungarischen Gräfin. Eisenstein, fasziniert von der vermeintlich Fremden, versucht die eigene Frau mit seinem speziellen Uhrentrick zu verführen. Statt seiner ihr wohlbekannten Verführungskünsten zu erliegen, erbeutet sie die Uhr als Beweisstück.

Proportional zum Champagnerkonsum schwinden die Berührungsängste unter den Gästen und kulminieren in einer kollektiven Verbrüderung. Doch die Uhrenschläge beenden abrupt weitergehende Ausschweifungen – sechs Uhr morgens, höchste Zeit für die Herren Eisenstein und Frank, ihren Arrest bzw. ihren Dienst anzutreten.

3. Akt: Champagner hat’s verschuldet

Italienische Arien treiben den Gefängniswärter Frosch in den Wahnsinn. Sliwowitz contra Puccini: Die notorische Lärmbelästigung des inhaftierten Tenors lässt Frosch zum Äußersten gehen.

Der noch schwer bezechte Gefängnisdirektor tritt seinen Dienst an und als Eisenstein seinen Arrest antreten will, muss er feststellen, dass ein ihm unbekannter Stellvertreter statt seiner Person bereits einsitzt.

Der angebliche Eisenstein ist aber niemand anderer als Alfred und als auch noch Rosalinde auftaucht, durchschaut Eisenstein das Verhältnis zwischen Alfred und seiner Frau, wird jedoch kleinlaut, als Rosalinde ihm die Uhr vorweist, die sie ihm in Gestalt der ungarischen Gräfin abgenommen hat.

Schließlich wird klar: Die ganze Inszenierung war die „Rache der Fledermaus“.

Ende gut, alles gut – Falke hat sich gerächt und Orlofsky sich amüsiert. Rosalinde verzeiht ihrem Gabriel und Adele steht eine Karriere als Schauspielerin bevor.

Besetzung:

Gabriel von Eisenstein: Volker Bengl

sein Freund Dr. Falke: Torsten Frisch / Bernhard Spingler

seine Frau Rosalinde: Monika Rebholz / Katharina Leitgeb

ihren Verehrer Alfred: Harrie van der Plas / Mario Podrecnik

das Stubenmädchen Adele: Elisabeth Artmeier / Iva Schell

der junge Prinz Orlofsky: Lars Redlich / Merit Ostermann

der Gefängnisdirektor Frank: Oliver Weidinger / Bernhard Spingler

der Gerichtsdiener Frosch:  Günter Schulzke

Besetzungsänderung vorbehalten!

Mit dem Johann Strauß Salonorchester unter der musikalischen Leitung von Andreas Lübke.

Die Fledermaus in Bad Worishofen

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